Erfahrungen helfen Mobbing & Gewalt zu stoppen

Mobbing und Gewalt sehen - Wissen weiter geben - Angriffe stoppen lassen


Das Wissen darüber, was in der Praxis schief läuft, darf nicht verloren gehen. Wir nutzen dieses Wissen zur Verbesserung. Auch das Wissen um gute Lösungen darf nicht verloren gehen.

Bereits zu Beginn unseres Projektes Anfang 2010 haben wir bundesweit Jugendliche aufgerufen uns zu berichten, wie ihre Schule sich bei konkreten Mobbing-Fällen verhalten hat. Wir haben gleich mehr als 100 Berichte und seitdem viele mehr erhalten. Diese Erfahrungen sind wichtig.

  • "Ich habe bei der Entwicklung des Prinzips Hilfe-Brief mitgeholfen, wir haben direkt mit Betroffenen gearbeitet. So konnten wir sicher gehen, dass es auch in der Praxis funktioniert und nicht nur ein theoretisches Prinzip ist, das sich zwar schön anhört aber an sich nicht praktikabel ist. Was mir auch gefällt ist, dass vor der Workshopgruppe anschließend ein Jugendlicher steht, der weiß, wovon er spricht, und kein studierter Soziologe, der am Ende aber keine Ahnung hat, wie es wirklich in den Schulen zugeht.“
    Doro leitet in ihrer Freizeit Nach-der-Tat Workshops
  • "Bei Mobbing muss heutzutage in der Regel der Gemobbte die Schule verlassen, um sich zu schützen, weil es der Schule nicht gelingt, die Angriffe zu beenden."
  • „Ich bin Klassenlehrerin einer 5. Klasse und beobachte seit einiger Zeit massive Mobbingübergriffe bei einem Jungen. (…) Leider habe ich keinerlei praktische Erfahrung im Umgang mit Mobbing und würde mich sehr über Hilfe Ihrerseits freuen” (Niedersachsen, 2016)
  • „Die Klassenlehrerin tut meinen Fall als kleine Streitigkeit ab und sieht das Problem nicht” (Sachsen, 2012)
  • "Bei Mobbing wird von der Schule oft der Grund dafür bei den gemobbtem Schülern gesucht. Sind sie irgendwie anders, Außenseiter oder einfach nur unbeliebt, glauben viele darin eine Rechtfertigung für Mobbing zu sehen. Mobbing ist jedoch nie gerechtfertigt."
  • „Meiner Einschätzung nach wird die Situation falsch eingeschätzt, herunter gespielt und nicht ernst genommen. Ich wende mich an Sie, weil meiner Meinung nach der Junge völlig auf sich alleine gestellt ist und ich Angst habe, dass mir das direkte Gespräch mit der Kollegin persönliche Nachteile bringt” (2015, Brandenburg)

Das Projekt lebt auch von Ihren Erfahrungen